Fotoreihe

 

Das Wesentliche

Eine kurze Geschichte in Fotos; Akteure spielen die Handlung auf einer Bühne oder einem realen Ort; Bildbearbeitung und Layout;

Worauf es ankommt

Eine klare Geschichte, die sich in wenigen Bildern erzählen lässt. Eine Gruppe mit max. 4 Schülern, die selbstständig zusammenarbeitet und Aufgaben sinnvoll verteilt. Technisch raffinierte Umsetzung der Ideen in Photoshop.

Wie es geht

  1. -Sammelt Ideen zu einer sehr kurzen Geschichte, die möglichst ohne Text verständlich sein soll. Gute Geschichten haben immer einen turning point, einen Moment, in dem ein bekanntes Schema verlassen wird, also etwas Überraschendes passiert.

  2. - Skizziert ein Storyboard. Die einzelnen Bilder werden rasch gezeichnet. Dabei müsst ihr kritisch prüfen, welche Einstellungen für die Erzählung wichtig sind, und welche man streichen kann.

  3. -Schauplatz: Sucht verschiedene Orte im Schulgelände auf, die für die Aufnahmen in Frage kommen. Macht Probeaufnahmen und vergleicht die Möglichkeiten.


Tipp

Bis hierher könnt ihr die Reihenfolge der Arbeitsschritte auch verändern. Das heißt: Die Geschichte muss noch nicht ausgereift sein, wenn ihr mit Probeaufnahmen beginnt. Das Storyboard zeichnet sich möglicherweise besser, wenn man den Ort bereits festgelegt hat. Wichtig ist aber, alle drei Schritte zu gehen, bevor man mit den eigentlichen Bildaufnahmen beginnt.


Weiter:

  1. -Ihr wisst nun also genau, was gespielt werden soll. Legt nun fest, wer was spielt und wer die Kamera bedient. Beschafft euch Requisiten und Kostüme und probiert ihre Farbwirkung am Schauplatz aus. Wie sieht es mit der Beleuchtung aus? Sorgt für ein Licht, das zur Szene passt. Auch mit Fahrradlichtern, Schreibtischlampen, Petroleumlaternen und Taschenlampen lassen sich tolle Lichtstimmungen kreieren. Wenn ihr im Freien arbeitet, denkt daran, dass bei späteren Aufnahmen das Licht ganz anders sein kann, insbesondere bei direktem Sonnenlicht. Probeaufnahmen!

  2. -Die Kamerafrau/der Kameramann darf Regie führen. Sie gibt den Akteueren Anweisungen zur Körperhaltung, zum Ausdruck, zur richtigen Position, denn sie sieht das Geschehen von außen.

  3. -Die Kamerafrau/der Kameramann achtet auf die Stimmigkeit des Gesamtbildes: Bin ich nah genug am Geschehen? Nichts Störendes im Bild? Technisch alles ok (Schärfe, Belichtungszeit, Blende)? Passt das Licht? Stativ verwenden!


Tipp:

Ihr könnt euch jetzt auch von weiteren Helfern unterstützen lassen: Jemand, der Lampen richtig hält oder einen bewegten Gegenstand ins Bild wirft zum Beispiel.


Dann

  1. -Macht genug passende Aufnahmen, die feinen Unterschiede in den Details sieht man erst später. Probiert auch Variationen aus, denn zu einem späteren Zeitpunkt alles erneut genauso herzurichten ist aufreibend.

  2. -Überspielt die Bilder und kontrolliert sie auf Brauchbarkeit. Wenn zu einem Motiv der Reihe alle Bilder verwackelt oder zu dunkel sind, müsst ihr erneut fotografieren.

  3. -Trefft eine grobe Auswahl. Schiebt Bilder, die völlig unbrauchbar sind, gleich in den Papierkorb.

  4. -Bei der Feinauswahl der Bilder solltet ihr immer das Ganze im Blick haben: erzählen die Bilder die Geschichte, so wie gewünscht? Passen sie zusammen?

  5. -Nachbearbeitung: In Photoshop lässt sich mit einem Bild alles machen, was man sich vorstellen kann – allerdings muss man wissen, wie. Man lernt das nicht an einem Nachmittag. Trotzdem: Oft lohnt es sich, die Bilder im Nachhinein zu verbessern. Unter Umständen hat man seine Bilder von Anfang an so geplant, dass sie nachbearbeitet werden müssen, z. B. wenn andere Motive hinein kopiert oder Hintergründe verändert werden sollen.

  6. -Präsentation: Die Bilder ausdrucken und mit Titel, Texten, Autoren ergänzen.

von Tim Proetel